Freitag, 30. August 2013

Menschen bei Maischberger: Der Wahnsinn hat Methode

Die Tage werden leider schon wieder kürzer und die Abende kühler, was sich für mich vor allem darin widerspiegelt, dass es mich in den Abendstunden öfter vor den Fernseher verschlägt. Und was ich da immer sehen muss sehe, ist selten gut und wird wohl auch nicht mehr besser.

Am Dienstag talkte Sandra Maischberger mit ihren Gästen zum leidigen Thema Asyl. Allein der Titel der Sendung - "Wut auf Asylbewerber: Sind wir Ausländerfeindlich?" - ist so typisch für die Bigotterie der Öffentlich-Rechtlichen. Ich kann mir da irgendwie nicht helfen, einerseits Platz mir schon der Kragen, wenn ich Michel Friedman mit erhobenem Zeigefinger predigen höre, was für eine Schande es doch ist, wie wir Deutschen Flüchtlinge bzw. Asylbewerber behandeln. Absolut menschenunwürdig nämlich, so Herr Friedman. Andererseits bleibe ich dann doch bei der Sendung hängen, nur um mich noch mehr aufzuregen...

Freitag, 5. Juli 2013

Gesetze sind für die Menschen gemacht, nicht umgekehrt!



Sicher, es ist derzeit viel los in der (Medien-)Welt. Erst die Proteste in der Türkei, dann stürzen Volk und Militär den ägyptischen Präsidenten und ganz nebenbei erfahren wir auch noch, dass uns Briten und Amerikaner (und wer weiß wer sonst noch?), eiskalt ausspionieren. Kein Telefonat, keine eMail, keine SMS, kein Facebook- oder Blog-Post bleiben den Überwachern verborgen. Big Brother is watching us all - always!

Aber Herrschaften, was mich wirklich zur Weißglut bringt, das sind die Störenfriede im eigenen Land! Oh ja, die gibt es und jeder von uns gerät früher oder später an diese frustrierten Profilneurotiker. Manchmal ist es der Fußball-Schiedsrichter in der Kreisliga, der gelbe Karten für Trikotziehen oder Meckern verteilt, die Blutgrätsche aber als legitimes Mittel im Kampf um den Ball ansieht. Diese Typen schaffen es nicht selten, beide Mannschaften und Zuschauer gleichermaßen gegen sich aufzubringen. Ein Zustand, den sie sogar regelrecht zu genießen scheinen. Diese 90 Minuten Macht sind für sie das Größte. Platzverweise für Spieler und Zuschauer inklusive...

Mittwoch, 26. Juni 2013

Mit Gewalt nach Europa...



Bisher habe ich mich mit einem Statement zu den Ausschreitungen in der Türkei vornehm zurückgehalten. Das hat vor allem den Grund, dass ich mich etwas schwer damit tue, unsere kulturellen und politischen Werte eins zu eins auf andere Länder zu übertragen. Das funktioniert einfach nicht. So etwas muss wachsen und kann nicht von außen aufoktroyiert werden. Wandel muss von innen kommen, von den Menschen selbst...

Aber die Türken mischen sich ja schließlich auch gerne in fremde Angelegenheiten ein. Und wenn ich von "den Türken" spreche, dann meine ich natürlich den Staatsapparat, die politischen Amt- und Würdenträger. Ich erinnere mich noch gut daran, wie Erdogan in Köln zu den Deutsch-Türken sprach predigte und mahnte, sie dürften ihre türkische Identität niemals aufgeben, sich niemals vollständig assimilieren.

Sonntag, 2. Juni 2013

Das 1x1 des Junk-Food-Verkaufs



Es ist Wochenende. Unschwer zu erkennen am Autokorso im McDrive und daran, dass sich drinnen an den Kassen lange Schlangen bilden. Ja, endlich Wochenende, endlich wieder ein Festmahl. Fette Menschen prügeln sich mit ihren vollbeladenen Tabletts um die letzten Plätze, während ihre nicht minder schwergewichtigen Kinder wie Hunde an ihnen hochspringen, weil sie es gar nicht erwarten können, endlich den Napf das Tablett vorgesetzt zu bekommen. Das große Fressen kann beginnen.

Was für ein Bild. So muss es auch in einem Schweinestall zugehen. Reine Massenabfertigung, das Gedränge ist groß, das Futter zielt nur darauf ab, die Schweine in möglichst kurzer Zeit zu mästen, es bleibt (fast) nichts übrig und ein beißender Geruch steigt in die Nase. Schlagartig wird einem bewusst, Unterschicht und Fettschicht, das gehört irgendwie zusammen.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Angriff auf die Netzneutralität: Telekom kippt die Flatrate


Wie oft habe ich auf diesem Blog schon gegen die Telekom gewettert? Dieser Verein macht es einem aber auch wirklich, wirklich schwer, ihn zu mögen. Die Telekom ist quasi der FC Bayern der Telekommunikationsbranche, nur noch verhasster. Wenn überhaupt mögen vielleicht einige Mitarbeiter die Telekom und das liegt entweder an der Indoktrination (die Telekom feiert sich gerne selbst, das gehört zum festen Ritus) oder aber an der überdurchschnittlichen Bezahlung. Wer letztendlich den Wasserkopf der Telekom bezahlt? Klar, der Kunde!

Und jetzt will uns die Telekom auch noch einer der besten und wichtigsten Errungenschaften des Internetzeitalters berauben - der Flatrate. Warum "bombt" uns die Telekom nicht gleich zurück in die Internetsteinzeit und lässt uns alle wieder mit einer 64-kbit/s-Verbindung durch das Netz kriechen? Das Internet gehört heute zu den Grundbedürfnissen und es wird - da bin ich sicher - das Fernsehen über kurz oder lang als wichtigstes Massenmedium ablösen.

Samstag, 25. Mai 2013

Wembley und die Mär von Gut gegen Böse


Heute Abend ist es soweit, Deutschland erobert Wembley. Die Fußballwelt hat endlich wieder Angst vor uns. Wir holen den Pott, wir... Moment mal, so ein Nonsense! Was schreibe ich denn da? Fast hätte ich mir Fähnchen ans Auto gebastelt und schon mal den Motor warmlaufen lassen, für den Autokorso später. Irgendwer wird das Ding schließlich schon gewinnen, Hauptsache deutsch! Zum Glück bin ich aber noch rechtzeitig zu Sinnen gekommen.

Also schieben wir diesen seltsamen Eventpatriotismus doch mal kurz beiseite. Was wirklich zählt, ist doch, dass sich hier zwei wirtschaftlich gesunde Vereine gegen all diese Schuldenklubs und Milliadär-Spielzeuge durchgesetzt haben. Die großen europäischen Klubs drücken alle entweder hohe Verbindlichkeiten, wie Manchester United (446 Millionen Euro), FC Barcelona (320 Mio.), AC Mailand (306 Mio.) oder Real Madrid (125 Mio., Quelle: Sport1) oder aber sie haben ihre Seele an irgendwelche russischen Oligarchen bzw. arabische Scheichs verkauft, wie der FC Chelsea, Manchester City, Paris St. Germain oder der AS Monaco.

Das ist schon irgendwo unlauterer Wettbewerb. Und wenn man dann noch bedenkt, dass begehrte Spieler, wie Messi und Ronaldo Rekordgehälter von Klubs beziehen, die beim spanischen Staat in der Kreide stehen, während der wiederum seine Banken durch EU-Hilfen "retten" lassen muss, dann kann einem schon mal das Messer in der Hosentasche aufklappen.

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