Freitag, 5. Juli 2013

Gesetze sind für die Menschen gemacht, nicht umgekehrt!



Sicher, es ist derzeit viel los in der (Medien-)Welt. Erst die Proteste in der Türkei, dann stürzen Volk und Militär den ägyptischen Präsidenten und ganz nebenbei erfahren wir auch noch, dass uns Briten und Amerikaner (und wer weiß wer sonst noch?), eiskalt ausspionieren. Kein Telefonat, keine eMail, keine SMS, kein Facebook- oder Blog-Post bleiben den Überwachern verborgen. Big Brother is watching us all - always!

Aber Herrschaften, was mich wirklich zur Weißglut bringt, das sind die Störenfriede im eigenen Land! Oh ja, die gibt es und jeder von uns gerät früher oder später an diese frustrierten Profilneurotiker. Manchmal ist es der Fußball-Schiedsrichter in der Kreisliga, der gelbe Karten für Trikotziehen oder Meckern verteilt, die Blutgrätsche aber als legitimes Mittel im Kampf um den Ball ansieht. Diese Typen schaffen es nicht selten, beide Mannschaften und Zuschauer gleichermaßen gegen sich aufzubringen. Ein Zustand, den sie sogar regelrecht zu genießen scheinen. Diese 90 Minuten Macht sind für sie das Größte. Platzverweise für Spieler und Zuschauer inklusive...

Mittwoch, 26. Juni 2013

Mit Gewalt nach Europa...



Bisher habe ich mich mit einem Statement zu den Ausschreitungen in der Türkei vornehm zurückgehalten. Das hat vor allem den Grund, dass ich mich etwas schwer damit tue, unsere kulturellen und politischen Werte eins zu eins auf andere Länder zu übertragen. Das funktioniert einfach nicht. So etwas muss wachsen und kann nicht von außen aufoktroyiert werden. Wandel muss von innen kommen, von den Menschen selbst...

Aber die Türken mischen sich ja schließlich auch gerne in fremde Angelegenheiten ein. Und wenn ich von "den Türken" spreche, dann meine ich natürlich den Staatsapparat, die politischen Amt- und Würdenträger. Ich erinnere mich noch gut daran, wie Erdogan in Köln zu den Deutsch-Türken sprach predigte und mahnte, sie dürften ihre türkische Identität niemals aufgeben, sich niemals vollständig assimilieren.

Sonntag, 2. Juni 2013

Das 1x1 des Junk-Food-Verkaufs



Es ist Wochenende. Unschwer zu erkennen am Autokorso im McDrive und daran, dass sich drinnen an den Kassen lange Schlangen bilden. Ja, endlich Wochenende, endlich wieder ein Festmahl. Fette Menschen prügeln sich mit ihren vollbeladenen Tabletts um die letzten Plätze, während ihre nicht minder schwergewichtigen Kinder wie Hunde an ihnen hochspringen, weil sie es gar nicht erwarten können, endlich den Napf das Tablett vorgesetzt zu bekommen. Das große Fressen kann beginnen.

Was für ein Bild. So muss es auch in einem Schweinestall zugehen. Reine Massenabfertigung, das Gedränge ist groß, das Futter zielt nur darauf ab, die Schweine in möglichst kurzer Zeit zu mästen, es bleibt (fast) nichts übrig und ein beißender Geruch steigt in die Nase. Schlagartig wird einem bewusst, Unterschicht und Fettschicht, das gehört irgendwie zusammen.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Angriff auf die Netzneutralität: Telekom kippt die Flatrate


Wie oft habe ich auf diesem Blog schon gegen die Telekom gewettert? Dieser Verein macht es einem aber auch wirklich, wirklich schwer, ihn zu mögen. Die Telekom ist quasi der FC Bayern der Telekommunikationsbranche, nur noch verhasster. Wenn überhaupt mögen vielleicht einige Mitarbeiter die Telekom und das liegt entweder an der Indoktrination (die Telekom feiert sich gerne selbst, das gehört zum festen Ritus) oder aber an der überdurchschnittlichen Bezahlung. Wer letztendlich den Wasserkopf der Telekom bezahlt? Klar, der Kunde!

Und jetzt will uns die Telekom auch noch einer der besten und wichtigsten Errungenschaften des Internetzeitalters berauben - der Flatrate. Warum "bombt" uns die Telekom nicht gleich zurück in die Internetsteinzeit und lässt uns alle wieder mit einer 64-kbit/s-Verbindung durch das Netz kriechen? Das Internet gehört heute zu den Grundbedürfnissen und es wird - da bin ich sicher - das Fernsehen über kurz oder lang als wichtigstes Massenmedium ablösen.

Samstag, 25. Mai 2013

Wembley und die Mär von Gut gegen Böse


Heute Abend ist es soweit, Deutschland erobert Wembley. Die Fußballwelt hat endlich wieder Angst vor uns. Wir holen den Pott, wir... Moment mal, so ein Nonsense! Was schreibe ich denn da? Fast hätte ich mir Fähnchen ans Auto gebastelt und schon mal den Motor warmlaufen lassen, für den Autokorso später. Irgendwer wird das Ding schließlich schon gewinnen, Hauptsache deutsch! Zum Glück bin ich aber noch rechtzeitig zu Sinnen gekommen.

Also schieben wir diesen seltsamen Eventpatriotismus doch mal kurz beiseite. Was wirklich zählt, ist doch, dass sich hier zwei wirtschaftlich gesunde Vereine gegen all diese Schuldenklubs und Milliadär-Spielzeuge durchgesetzt haben. Die großen europäischen Klubs drücken alle entweder hohe Verbindlichkeiten, wie Manchester United (446 Millionen Euro), FC Barcelona (320 Mio.), AC Mailand (306 Mio.) oder Real Madrid (125 Mio., Quelle: Sport1) oder aber sie haben ihre Seele an irgendwelche russischen Oligarchen bzw. arabische Scheichs verkauft, wie der FC Chelsea, Manchester City, Paris St. Germain oder der AS Monaco.

Das ist schon irgendwo unlauterer Wettbewerb. Und wenn man dann noch bedenkt, dass begehrte Spieler, wie Messi und Ronaldo Rekordgehälter von Klubs beziehen, die beim spanischen Staat in der Kreide stehen, während der wiederum seine Banken durch EU-Hilfen "retten" lassen muss, dann kann einem schon mal das Messer in der Hosentasche aufklappen.

Dienstag, 30. April 2013

War was? - Was soll schon sein?

Bei diesem langen Leerlauf hier, könnte man ja glatt den Eindruck gewinnen, es gäbe in letzter Zeit nichts mehr, was mich zur Weißglut bringt... Doch weit gefehlt Freunde der Sonne. Es ist so unglaublich viel passiert, das mir die Zornesröte ins Gesicht treibt...

Zum Beispiel attackierten grenzdebile, religiöse Arschlöcher die Menschen beim Boston Marathon. Ja gibt es denn etwas noch perfideres? Laufen ist doch nun wirklich der Inbegriff des Pazifismus und darüber hinaus vollkommen unpolitisch. Dieser Sport ist praktisch frei von Diskriminierung. Geschlechts-, Volks- und Religionszugehörigkeit, das alles spielt beim Laufen keine Rolle. Nicht mal Geld ist von Bedeutung, schließlich stammen die besten Läufer oft aus den ärmsten Ländern der Welt. Also gibt es etwas perfideres, als eben diese friedliebenden Menschen aus aller Welt zu attackieren?

Die Attentäter hätten dem Islamismus und auch dem Islam selbst wohl keinen größeren Bärendienst erweisen können. Das hat beide auf der Beliebtheitsskala sicher ganz nach vorne gebracht.

Aber was die amerikanische und unsere eigene Medienlandschaft dann daraus macht, ist auch äußerst fragwürdig. Da wird jedes Opfer förmlich ausgeweided. Wie sah er/sie aus, wer war sie/er, wen hinterlässt sie/er? Und dabei wird einem eines immer wieder bewusst: Es sterben immer nur die Besten! Ehrlich gesagt macht es das Ganze noch viel tragischer...


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